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Wie die Nonnen Napoleon austricksten. Thorn die weiße Stadt am Niederrhein und dann gibt es da auch noch einen Weingut

Es war einmal, so fangen alle Märchen an oder aber Erzählungen aus fernen Zeiten. Es war einmal und ist immer noch, passt wunderbar auf die Stadt Thorn. Thorn liegt in der Grenzregion des Dreiländer Ecks Belgien, Niederlande und Deutschland

Eingeschmiegt zwischen den Orten Waldfeucht, Masseik und Roermond liegt das ehemalige Fürstentum. Nun kommt es zu der Mär.

Dieses kleine Fürstentum wurde sagenhafte 800 Jahre ausschließlich von Frauen regiert. Der Mittelpunkt des Städtchens war das Damenstift. Reiche Adelige Frauen lebten dort als Nonnen. Die Heiratswilligen außerhalb in Herrschaftshäusern um das Kloster. Die Äbtissin war nicht nur die Chefin des Klosters, nein sondern auch die Herrscherin des Fürstentums. 800 Jahre ging alles gut. Wohlstand war in der Stadt. Sie prägten sogar eigene Münzen.

Das ganze blieb genau so lange gut, bis ein kleiner Mann gekommen von Korsika über Paris die damalige Welt in einen umfassenden Krieg stürzte. Du weißt schon wen ich meine, Napoleon Bonaparte.

Die französischen Truppen kamen auch nach Thorn. Sie machten das Kloster dem Erdboden gleich. Und pressten von den Einwohnern eine neue Steuer ab, welche sich an den Fenstern eines jeden Hauses bemessen wurde. So nicht beschlossen die Städter und die übrig gebliebenen Nonnen.

Sie schmiedeten einen Plan. Mit den Steinen des zerstörten Kloster mauerten sie ihre Fenster zu. Nun damit die ungleichen Steine nicht auffielen, tünchten sie die Wände weiß. So sind wir in der Gegenwart. Bis heute ist fast das ganze Städtchen weiß getüncht.

Was heute sehr malerisch aussieht. Die Wege in der Stadt sind gepflastert mit Maas Kieselsteinen, welche nicht weit entfernt, meist ruhig durch ihr Flussbett fließt.

Aber die Niederländer waren immer schon sehr ausgebufft und so wurde nach neuen Geschäftsfeldern in der Stadt gesucht. Der Gedanke:

Dann machen wir doch mal Wein!!! Ok, die Niederlande sind jetzt nicht so für ihre Weinanbaugebiete bekannt, kein Wunder, da Berge in den Niederlanden eher Mangelware sind. Aber jetzt mal ehrlich: Muss Wein unbedingt an Bergen wachsen?

Nein sicherlich nicht, dass kann ich selbst bestätigen, ich habe selbst einige Reben im Garten und keltere jedes Jahr einige Flaschen.

Im Jahr 2001 begann Thorn mit der Weinherstellung und dem Weinanbau. 6,5 Hektar haben sie bereits als Anbaufläche. Eine Weinverkostung kann im Örtchen im Laden gemacht werden. Ich garantiere Euch. Ihr werdet erstaunt sein, wie gut ein Wein auch ohne Berg schmecken kann.

Habe ich Euch neugierig gemacht, auf das kleine Städtchen Thorn? Das freut mich sehr. Stöbert doch hier noch ein bisschen weiter. Dieses Jahr werde ich mit meiner Frau und unserem Bumblebee die Maas schwerpunktmässig erkunden und sicherlich noch so den ein oder anderen Geheimtipp finden.

Hier habe ich noch ein paar Tipps für einen gelungenen Ausflug in die Niederlande:

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Oder wenn Ihr mehr an der Geschichte interessiert bist, hier ein tolles Buch wie die Franzosen ins Rheinland kamen:

1794 – Die Franzosen auf dem Weg zum Rhein Taschenbuch*

von Günter Schneider

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